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Eine Reportage zum Thema "Was wäre wenn es keinen Wald gäbe?"
Im Rahmen des Waldsommerfestes vom 23.7.2011
Kamera/Schnitt/Sprecher: Anita Hauch
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Manch Autofahrer wird ihn verfluchen in diesen Tagen; für Kinder jedoch ist er eine Riesen-Gaudi: Schnee, so tief, dass darin die dicken Winterboots vollständig versinken. Auch die Mädchen und Buben im Waldkindergarten und in den verschiedenen Waldspielgruppen überließen sich im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haaren der weißen Pracht, wälzten sich in den hüfthohen Schneeverwehungen, bestaunten die Figuren, die dabei entstanden - den Engel, das Pferd, die Giraffe - ließen ihrem architektonischen Können beim Entwerfen und Bauen ausgefallener Iglus freien Lauf, bestaunten fasziniert die ständig größer werdenden Eiszapfen am Bauwagen oder kamen Fuchs und Hase anhand ihrer Fährte auf die Spur.
Dass „Wurzelkinder“ überhaupt einen feinen Riecher zu besitzen scheinen, das stellten die „Schlaufüchse“ während ihrer Waldspielgruppenzeit am vergangenen Dienstagnachmittag unter Beweis, als sie aus den Schneemassen das erstaunlich vollständig erhaltene Skelett eines kleinen Rehes befreiten. Biologieunterricht zum Anfassen. Anatomiekunde, die direkt von der Hand ins Hirn geht. |
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Herbstbasar in Frühlingsluft |
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Wunderschöne St. Martinsfeier im Waldkindergarten
Am 10. November 2009 trafen sich die Kinder des Waldkindergartens und der Waldspielgruppen sowie Eltern, Großeltern und Geschwister, um den Laternenumzug der Poinger Wurzelkinder mitzuerleben.
Nach der von Kindern aus dem Kindergarten vorgespielten St. Martins-Geschichte ging es Lieder singend zurück zum Bauwagen des Kindergartens, wo bereits ein schönes Lagerfeuer in einer Feuerschale loderte und sowohl Stockbrotteig als auch passende Stöcke zum backen bereit standen. Eine leckere Kürbissuppe sowie Glühwein und alkoholfreie Getränke rundeten das Essensangebot ab.

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Alle großen Künstler – ob Bildhauer, Maler oder Musiker – haben sich immer auch von der Natur inspirieren lassen. Wer das nicht glauben mag, muss nur einmal einen Sonntagsausflug nach Murnau und in die verträumte Region rund um den Staffelsee planen. „Das blaues Land“, nannte Franz Marc diese Gegend, die mit ihrem unvergleichlichen Himmel, den umliegenden Bergen und Seen ihn und seine Malerfreunde zu neuen - expressionistischen - Wegen in der Kunst verführte.
Ganz im Zeichen eines wilden, bunten Expressionismus stand an den vergangenen Donnerstagen auch der Spielgruppenplatz im Lindacher Wäldchen. Auch wenn in diesem Fall keine „blauen Reiter“ über Wurzelstock und Feuerstein galoppierten, sondern experimentierfreudige „Frechdachse“ mit Fantasie und Kreativität Farbgewaltiges zu Papier brachten: An Staffeleien, die aus einem Stück Baum gefertigt waren, durften die Mädchen und Buben der Frechdachs-Spielgruppe ausprobieren, wie es sich mit Naturpinseln aus Gräsern und Blättern malen ließ.
Wer als Außenstehender dieses Geschehen betrachtete und sah, wie versunken die Kinder in ihren Kunstwerken aufgingen, konnte begreifen, dass nicht nur der Künstler die ihn umgebende Natur abbildet, sondern jene auch den Künstler zu bilden und zu formen vermag – ganz gleich ob es sich dabei um einen Franz Marc oder einen Frechdachs handelt.
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